Mit Felix
unterhalten wir uns über die unterschiedlichen Arten zu planen. Ich selbst
hatte mir vor der Reise überlegt, wie lange ich an welchem Ort bleiben würde,
um alles zu realisieren, was ich mir vorgenommen habe. Aber mir war schon klar,
dass Pläne hier nur Richtlinien sind. Am Ende kommt doch alles anders. Und das
ist auch gar nicht schlimm.
Meine eigenen
Pläne musste ich auch den vorgefundenen Begebenheiten anpassen. Diese
Einstellung eröffnet mir Möglichkeiten von denen ich bisher nicht zu träumen
wagte.
So werde ich
evtl. die Möglichkeit haben mit einem Priester in das Elendsviertel Cité Soleil
zu gelangen. Danach wird ich das Leben von Kindern in den Bergen dokumentieren
und sie zu Wort kommen lassen. An dem Film über Café Lompré, unsere
Vorzeige-Projektregion, arbeite ich schon. Dann kommt noch ein Filmchen über
den Aufbau der Schulen. Dann soll noch die Fortbildung für unsere Partner auf
Band aufgenommen werden. Und spontan hat sich ergeben, dass ich eine Privat-Uni
besuchen (und filmen) werde, mit der wir eine Partnerschaft etablieren könnten.
Und dann gibts noch einen Imagefilm über Haiti. Aber die Tage beginnen hier
schon um 5 und durch die fehlende Digitalisierung hat man auch sehr viel mehr
Zeit für alles. Strom und Internet haben wir trotzdem sowie fließendes Wasser,
was man selbst in der Hauptstadt nicht vorfindet. Erwärmt wird das Wasser durch
eine schwarze Tonne und einen Schlauch, der sich über das Dach unseres Hauses
schlängelt. Man muss nur den richtigen Moment abpassen, wenn die Sonne schon
etwas Zeit hatte, das Wasser zu erwärmen. Ansonsten fällt die Dusche etwas
kürzer aus. Heute Morgen waren es ca. 1:45 Minuten. Guter Trick um übermässigen
Wasservebrauch entgegen zu wirken ;)
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